Was Hunde nicht fressen dürfen

Wer mit einem Hund zusammenlebt, weiß, wie schnell es passieren kann, dass der Vierbeiner etwas frisst, das eigentlich nicht für ihn bestimmt war. Problematisch ist dabei, dass der Stoffwechsel von Hunden auf bestimmte Inhaltsstoffe deutlich anders reagiert als der menschliche. So können einige Lebensmittel, die für uns unbedenklich sind, bei Hunden zu gesundheitlichen Problemen oder sogar Vergiftungserscheinungen führen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Nahrungsmittel für Hunde riskant sein können. Im Folgenden stellen wir einige Beispiele vor.

Schokolade
In Schokolade steckt Theobromin, das von Hunden nur schlecht verstoffwechselt wird. Besonders dunkle Schokolade und Kakaopulver enthalten hohe Mengen davon. Bereits eine Menge von etwa 20 mg Theobromin pro Kilogramm Körpergewicht kann erste Vergiftungserscheinungen auslösen. Je nach aufgenommener Menge können Erbrechen, Zittern, Krampfanfälle oder Herzrhythmusstörungen auftreten.

Trauben und Rosinen
Schon geringe Mengen können für Hunde gefährlich sein. Als kritisch gelten etwa 10–30 g Trauben pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Rosinen kann bereits eine deutlich kleinere Menge problematisch sein, da sie durch den Trocknungsprozess eine höhere Konzentration der schädlichen Inhaltsstoffe enthalten. In schweren Fällen kann es zu akutem Nierenversagen kommen. Die Empfindlichkeit ist individuell sehr unterschiedlich, sodass manche Hunde bereits auf kleinste Mengen reagieren.

Zwiebeln, Knoblauch und Lauch
Lauchgewächse enthalten schwefelhaltige Verbindungen, welche die roten Blutkörperchen von Hunden schädigen können. Die Folge kann eine hämolytische Anämie (Blutarmut) sein, die lebensbedrohlich werden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Lebensmittel roh, gekocht oder getrocknet aufgenommen werden.

Xylit (Birkenzucker)
Der Süßstoff Xylit ist in vielen zuckerfreien Produkten wie Kaugummis, Bonbons oder Backwaren enthalten. Für Hunde ist er hochgefährlich. Bereits eine Menge von 30–50 mg pro Kilogramm Körpergewicht kann eine starke Insulinausschüttung auslösen und zu einer gefährlichen Unterzuckerung führen. In höheren Mengen kann zusätzlich ein akutes Leberversagen auftreten.

Koffeinhaltige Getränke und Lebensmittel
Kaffee, Cola, Energydrinks oder koffeinhaltiger Tee wirken sich stark auf das Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System aus. Schon vergleichsweise kleine Mengen können Unruhe, Zittern, Herzrasen oder Krampfanfälle verursachen. Besonders konzentriert ist Koffein in Kaffeesatz, Bohnen oder Kapseln.

Nüsse
Für Hunde sind Nüsse generell schwer verdaulich und enthalten zudem viel Fett. Größere Mengen können deshalb schnell zu Magen-Darm-Beschwerden oder Problemen mit der Bauchspeicheldrüse führen. Besonders gefährlich sind Macadamianüsse: Schon wenige Stück können Schwäche, Zittern, Fieber und Koordinationsstörungen auslösen und sollten für Hunde grundsätzlich tabu sein.

Roher Hefeteig
Mit Hefe zubereiteter Teig kann im Magen weiter aufgehen und diesen stark aufblähen. Außerdem entsteht dabei Alkohol, der zu einer Vergiftung führen kann. Schon kleine Mengen können ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen.

Was tun, wenn ein Hund etwas Giftiges gefressen hat?

  1. Ruhe bewahren und möglichst genau feststellen, was und wie viel aufgenommen wurde.
  2. Keine Hausmittel anwenden und kein Erbrechen auslösen.
  3. Umgehend Tierarzt oder tierärztlichen Notdienst kontaktieren.
  4. Wenn möglich Verpackung oder Reste des Lebensmittels mitnehmen.

Wie bei jeder Vergiftung gilt: Je früher ein Hund tierärztlich behandelt wird, desto besser sind in der Regel die Heilungschancen.

Autor: Daniela Rupp
Fotos: Elliott Rothman, Unsplash

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