
Trümmertraining in Finnland
Anspruchsvolle Trümmerszenarien, unterschiedliche Trainingsansätze und zahlreiche Gelegenheiten, Neues auszuprobieren: Beim Trainingscamp im finnischen Lapua konnten die teilnehmenden Rettungshundeteams drei Tage lang intensiv an ihren Fähigkeiten arbeiten und wertvolle Erfahrungen für ihr weiteres Training sammeln.
Vom 17. bis 19. Juli 2026 hatte die finnische IRO Mitgliedsorganisation Suomen Palveluskoiraliitto (SPKL) in Zusammenarbeit mit der IRO zu dem Camp eingeladen. Begleitet wurden die Teams von den IRO Trainern Claudio Bötschi (Schweiz), Magdalena Koczera (Österreich) und Borut Modic (Slowenien).
Individuelle Lösungen statt Patentrezepte
Instabile Untergründe, schwer zugängliche Verstecke und komplexe Geruchsverläufe stellten die Hunde vor vielfältige Herausforderungen. Trainiert wurden insbesondere die selbstständige Suche, die sichere Fortbewegung auf Trümmern und die präzise Anzeige menschlicher Witterung.
Aufgeteilt in drei Gruppen, trainierten die Teilnehmenden täglich in einem anderen Trümmerbereich. Dabei boten die unterschiedlichen Voraussetzungen und Arbeitsweisen der Hunde zahlreiche Anknüpfungspunkte für die individuelle Trainingsgestaltung. Gemeinsam mit den Hundeführern analysierten die IRO Trainer die jeweiligen Herausforderungen und entwickelten passende Lösungsansätze.
Besondere Aufmerksamkeit galt dem Zusammenspiel zwischen Hund, Hundeführer und Versteckperson. Denn neben dem Aufbau einer Übung beeinflussen auch das Verhalten des Hundeführers und die Bestätigung durch die Versteckperson im richtigen Moment den Trainingserfolg.
Training aus der Perspektive des Hundes
Die Zusammenarbeit mit den IRO Trainern bot den Teilnehmenden die Gelegenheit, unterschiedliche Herangehensweisen kennenzulernen und neue Anregungen für die Arbeit mit ihren Hunden mitzunehmen. Besonders geschätzt wurde dabei die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes einzelnen Hundes.
Besonders beeindruckend war, wie die Trainer die Herausforderungen aus der Perspektive der Hunde betrachteten, komplexe Aufgaben in leicht verständliche Trainingsschritte aufteilten und so das Selbstvertrauen der Hunde stärkten.




Autor: Daniela Rupp
Fotos: SPKL
