15.07.2021Erdrutsch in Atami

Ein gewaltiger Erdrutsch begrub am Samstag, 3. Juli in Atami, Japan mehrere Häuser unter sich. Ein außerordentlich schwieriger Einsatz für die Rettungshundeteams unserer Mitgliedsorganisation Rescue Dog Trainer’s Association (RDTA).

 

Heftige Monsunregenfälle hatten in der Nacht vor dem Unglück den Boden oberhalb des beliebten Ausflugsorts Atami in der Präfektur Shizuoka, rund 90 Kilometer südwestlich von Tokio, aufgeweicht. In kurzer Zeit regnete es so viel wie sonst im ganzen Juli. Die Folge waren drei aufeinander folgende Schlammlawinen, die sich über eine Länge von etwa zwei Kilometern erstreckten und rund 130 Häuser zerstörten oder beschädigten. Laut ersten Angaben der Kommune galten über 20 Einwohner als vermisst.

 

Nur 15 Minuten nach dem Ereignis sprach die japanische Rettungshunde Organisation RDTA ihre Einsatzbereitschaft aus und noch am selben Tag machten sie sich mit fünf Rettungshundeteams auf den Weg nach Atami. Nach ersten Abstimmungen mit den Einsatzorganisationen vor Ort begannen am nächsten Morgen die Sucharbeiten. In enger Zusammenarbeit mit Rettungshundeteams anderer Organisationen wurden am Sonntag mehrere Suchen nach Vermissten durchgeführt. Die Arbeit der Einsatzkräfte musste allerdings immer wieder unterbrochen werden, da die Gefahr erneuter Erdrutsche bestand.

 

Am Sonntagabend wurde die vorläufige Entscheidung getroffen, die Suche mit Rettungshunden auszusetzen, aufgrund notwendiger intensiver Schlamm- und Trümmerbeseitigungsarbeiten. Die RDTA-Teams reisten demnach zurück nach Yokohama und beobachteten die Situation weiter. Nur zwei Tage später rückten erneut drei Rettungshundeteams aus, um das Gebiet erneut nach vermissten Opfern abzusuchen. Nach vier Einsatztagen wurden die Sucharbeiten am Mittwoch, 7. Juli offiziell beendet.

 

Unglücklicherweise konnten keine Überlebenden durch die Rettungshunde unserer japanischen Mitgliedsorganisation aufgespürt werden. Die Überlebenschancen sind bei derartigen Ereignissen sehr gering. Wie die Bilder unschwer erkennen lassen, war der Einsatz eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Die Teams haben fantastische Arbeit geleistet, großartige Zusammenarbeit mit anderen Rettungshundeteams bewiesen und den Einsatzkräften wertvolle Unterstützung in der Lokalisation von Verschütteten geleistet.

 

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Wir danken unseren Rettungshundeteams von RDTA sehr herzlich für ihr unermüdliches Engagement und das Teilen ihrer Erfahrungen aus diesem Einsatz.
 

 

 

 

Fotos: RDTA

 

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