DER IRO EINSATZTEST FÜR KATASTROPHENSUCHHUNDE
Zur Vorbereitung und Sicherstellung der Entsendung von höchst qualifizierten Teams für den Internationalen Einsatz hält die IRO Einsatztests ab, deren positive Leistungen mit dem IRO Einsatzzertifikat bestätigt werden. Zur Auswertung der Leistungen wird ein von der REDOG Schweiz als auch der AFDRU (Austrian Forces Disaster Relief Unit) verwendetes System zur Anwendung gebracht.
Der Einsatztest findet an je zwei Tagen in zwei Gruppen statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 36 Hundeführer und 12 Gruppenkommandanten beschränkt. Der Gruppenkommandant leitet dabei eine Suchgruppe bestehend aus mindestens 3 Suchtrupps, welche aus jeweils zwei Personen, dem Rettungshundeführer mit Rettungshund und dem Suchtrupphelfer (Sicherheitsperson), bestehen.
Voraussetzung für die Teilnahme am IRO Einsatztest ist der Nachweis einer positiv abgelegten Prüfung der Sparte RH-T B nach IPO-R, durch einen IRO/FCI Richter bewertet, erforderlich. Für Teilnehmer aus INSARAG USAR Teams ist der Nachweis über den jeweiligen nationalen Standard erforderlich.
Im Rahmen des Einsatztestes sind praktische und theoretische Aufgaben zu bewältigen. Die Teams müssen sich so verhalten, als ob sie in ein fremdes Land zur humanitären Hilfsleistung gekommen wären. Das heißt, sie müssen den erforderlichen Meldepflichten im betroffenen Land nachkommen, die dortigen Lebensgewohnheiten berücksichtigen und sind von der Anreise bis zur Abreise auf sich selbst gestellt. Sie müssen daher ihre eigene Verpflegung und Notfallversorgung sicher stellen, die erforderliche Ausrüstung mit sich führen und natürlich auch entsprechende Kenntnisse und Möglichkeiten zur Ortung auch an schwierig zu erreichenden Stellen und zur Erstversorgung möglicher Geretteter oder Verletzter aus den eigenen Reihen haben.
Durch die Dauer des Einsatztestes bedingt, spielt auch die konditionelle Verfassung von Hund und Hundeführer eine wesentliche Rolle.
IRO Einsatztest in Berlin, D (02. - 06.11.2011) >>
Bericht - Einsatztest, Berlin 2011